Wann? Sonntag, 8. Februar, 16:00 Uhr
Wo? Odak Kulturzentrum , Wolbecker Straße 1

Der 20-Punkte-Plan der Trump-Regierung wurde von großen Teilen der internationalen Gemeinschaft positiv aufgenommen. Auch der UN-Sicherheitsrat begrüßte den Plan und übertrug die Verantwortung an den darin vorgesehenen „Friedensrat“. Für die Menschen in Gaza bedeutete der angekündigte Waffenstillstand zunächst Erleichterung: Nach zwei Jahren permanenter Bombardierungen brachte er eine dringend benötigte Atempause. Doch darf der politische Charakter dieses Friedensplans nicht unbeachtet bleiben. Der US-Plan hat nicht nur die internationale Debatte, sondern auch die Solidaritätsbewegung mit dem palästinensischen Volk spürbar beeinflusst – Proteste und Aktivitäten sind deutlich zurückgegangen.

Dabei stellt der Plan keinen Fortschritt hin zu palästinensischer Selbstbestimmung dar. Im Gegenteil: Er folgt einer kolonialen Logik. Der Gazastreifen soll unter die Kontrolle eines „Friedensrats“ gestellt werden, abgesichert durch eine „Internationale Stabilisierungstruppe“ und verwaltet durch eine technokratische palästinensische Regierung. Nach Zerstörung, Vertreibung und Massakern wird Gaza so zum Investitionsprojekt des westlichen Imperialismus. Trumps Vision einer „Gaza-Riviera“ soll auf den Trümmern palästinensischen Lebens Realität werden. Diese Veranstaltung will den US-Friedensplan kritisch einordnen und seine politischen sowie ökonomischen Interessen offenlegen. Darüber hinaus soll gemeinsam diskutiert werden, welche Aufgaben sich daraus für die palästinasolidarische Bewegung ergeben. Kommt vorbei und diskutiert mit!

Letzte Änderung: 28. Januar 2026